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Neue Architekturausstellung in Berlin

30.10.2020  15:51

Gesamtkunstwerke – Architektur von Arne Jacobsen und Otto Weitling in Deutschland
Ein Stück deutsch-dänische Architekturgeschichte

Sein Stuhl mit der Nummer 7 steht noch immer überall in Deutschland. Man findet ihn in Museumscafés, Rathäusern und Seminarräumen der Universitäten. Die Design-Ikone, 1955 entworfen, verkörpert wie kein anderes von ihm entworfenes Produkt das Werk, welches man mit dem dänischen Designer und Architekten Arne Jacobsen verbindet. Bekannt ist Jacobsen in Deutschland vor allem für sein ansprechendes und funktionales Design – die Stühle, das Besteck, die Uhren.

Arne Jacobsen beherrschte die ganze Bandbreite des Entwerfens, von der Gabel bis zum Rathaus, vom kleinen und feinen bis zum großen und monumentalen. Außerhalb von Fachkreisen ist es jedoch weniger bekannt, dass Arne Jacobsen zudem in enger Partnerschaft mit seinem Landsmann, dem Architekten Otto Weitling, eine Reihe Projekte in Deutschland realisierte. Eine Partnerschaft in der Architektur, die Zeichen für die Entwicklung der modernistischen Architektursprache setzte: damals und heute – in Deutschland und Dänemark.

Die Geschichte – und Rezeptionsgeschichte – dieser Gebäude verrät bis heute viel von der Entstehungszeit und ihrer Ideen und Visionen, aber auch vom engen Zusammenhang von Architektur, Stadt und Politik. Das macht diese Geschichte spannend und aktuell. Architektur – noch mehr wenn es sich um öffentliche Gebäude handelt – setzt sich allen Blicken und Urteilen aus.

Die Ausstellung und das gleichnamige Buch werfen ein Licht auf das Werk und die engen Bande der Architekten in Deutschland. Hier haben sie Projekte in verschiedenen Maßstäben umgesetzt: vom lichten Arne-Jacobsen-Foyer in Hannover über eine Wohnhausgruppe im Berliner Hansaviertel, dem Rathaus in Mainz bis zum Hamburger Christianeum oder dem HEW-Hochhaus in der City Nord bis zu städtebaulichen Anlagen wie dem Forum Castrop-Rauxel oder der Ferienanlage Burgtiefe auf Fehmarn: Hier wird deutsch-dänische Architekturgeschichte sichtbar.

Ergänzt wird die Ausstellung durch Modelle und Design-Exponate.

Ein Ausstellungsprojekt im Rahmen des deutsch-dänischen kulturellen Freundschaftsjahres 2020.

Mit freundlicher Unterstützung von Dreyers Fond, Realdania, Danish Arts Foundation, Sutor-Stiftung, Fritz Hansen, ZEIT-Stiftung, Vola, Howe, GRID, Fotopioniere.
Foto: Hannover, Arne-Jacobsen-Foyer © Hendrik Bohle

Öffnungszeiten: Mo-Fr 14-19.00 Uhr und Sa-So 11-16.00 Uhr


NB: Aufgrund der neuen Corona-Regelungen muss die Ausstellung vorübergehend ab Montag d. 2. November 2020 schliessen. Die Ausstellung hat noch am 31. Oktober und 1. November auf
.

Instagram: @gesamtkunstwerke2020
#gesamtkunstwerke2020
#ddkultur2020

Weitere Stationen der Wanderausstellung: Insel Fehmarn, Mainz, Hannover, Castrop-Rauxel, Hamburg.

Der gleichnamige Katalog erscheint im Arnoldsche Verlag, auch im Felleshus erhältlich, ISBN 978-3-89790-611-2
Konzept: Dipl. Ing. Hendrik Bohle und Jan Dimog (www.thelink.berlin)
Ausstellungsgestaltung: Philipp Mecke, Hendrik Bohle, Jan Dimog, thelink.berlin
Gestaltung Medien: strobo B M
Ausstellungsbau: form art, Berlin