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Dänemark kündigt ambitionierten Kulturschwerpunkt in Zusammenarbeit mit Deutschland an

10.01.2018  14:02
Die kulturellen Verbindungen zwischen Dänemark und Deutschland werden von 2018 bis 2020 markant gestärkt. Damit beginnt eine intensive dreijährige Phase des kulturellen Austausches.

Ebenso wie sich der weltberühmte dänische Dichter Hans Christian Andersen auf seinen Deutschlandreisen inspirieren ließ, haben sich über die Jahrhunderte zahlreiche dänische Künstler auf Ausbildungsfahrten zum südlichen Nachbarn begeben und sind mit zahlreichen starken Eindrücken wieder nach Dänemark zurückgekehrt. In den letzten Jahren etablierten sich besonders in Berlin einige bildende Künstler und Musiker aus Dänemark wie zum Beispiel Olafur Eliasson, Elmgreen & Dragset sowie Agnes Obel. Umgekehrt haben sich auch über die Jahre deutsche Künstler in Dänemark aufgehalten und so Eindrücke in sich aufgenommen sowie einen Anteil an der Stärkung und Entwicklung der dänischen Kultur gehabt. Diese Erfolgsgeschichte will Dänemark jetzt weiterentwickeln, indem es in den nächsten drei Jahren auf einen intensiven Kulturaustausch zwischen den beiden Ländern setzt.

Kulturministerin Mette Bock sagt:
„Deutschland ist einer der wichtigsten Partner Dänemarks. Deutsche Kultur und das kulturelle Leben Deutschlands waren immer eine große Quelle der Inspiration für dänische Kunst und Kultur.

Deutschland ist zudem das einzige Land, mit dem Dänemark eine physische Landesgrenze teilt. Die Grenzregion, in der im Jahr 2020 das 100-jährige Jubiläum der Volksabstimmung über die Zugehörigkeit der Region gefeiert wird, ist ein einmaliges historisches Beispiel dafür, wie zwei Nationen eine gute und sehr fruchtbare Nachbarschaft pflegen können. Die sprachlichen und kulturellen Verbindungen des deutschen sowie dänischen Kulturlebens sind bereits so lange hervorragend, wie eine Kulturgeschichte überhaupt existiert. Und Deutschland sowie Dänemark haben viele gemeinsame Interessen und Werte, die auf viele Weisen einander spiegeln. Ich freue mich darauf zu sehen, wie wir quer durch das gesamte Kulturleben das besondere Verhältnis zwischen Dänemark und Deutschland in den kommenden drei Jahren stärken werden.“

Drei Jahre des Kulturaustausches
Das übergeordnete Ziel ist es, Dänemarks Verhältnis zu Deutschland als wertemäßigen, wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Partner weiterzuentwickeln. Daher wird der Schwerpunkt auf Zusammenarbeit, Dialog und Gegenseitigkeit bei den konkreten Aktivitäten, Veranstaltungen und im organisatorischen Aufbau für den Einsatz gelegt.

Das konkrete Ziel Dänemarks beim Einsatz für den Kulturaustausch mit Deutschland zwischen 2018 und 2020 ist die Stärkung und ein höherer Stellenwert des Kulturaustausches zwischen den beiden Ländern mit Blick auf die Etablierung von neuen und langfristigen Zusammenarbeitsverhältnissen. Zweck der kulturellen Zusammenarbeit ist somit auch eine größere Wahrnehmbarkeit in den Bevölkerungen der beiden Länder über einander und die gemeinsamen Werte sowie Unterschiede zu erzielen.

Zweiteiliger Aufwand:
1. 2018: Schwerpunkt auf die europäische Perspektive in den dänisch-deutschen Kulturverbindungen. Dies passiert in Zusammenhang mit einer Reihe dänisch-deutscher Gemeinschaftsprojekte, die zu einer Markierung des Europäischen Kulturerbejahres beitragen.
2. 2018 bis 2020: Dänemark möchte sich in den einzelnen Bundesländern kulturell besser verankern und bereits existierende Kunstplattformen optimieren. Gleichzeitig soll dänischer Kulturtourismus im Verhältnis zum deutschen Markt optimiert und dänischer Kulturtourismus in Deutschland vermarktet werden.

Kooperationspartner hinter Aufwand in Deutschland:
Der dänisch-deutsche Kulturschwerpunkt von 2018 bis 2020 wurde in Zusammenarbeit zwischen dem dänischen Kulturministerium, der Königlich Dänischen Botschaft in Berlin sowie „Statens Kunstfond“, dänischer Kulturinstitutionen, Künstlergruppen und einzelner Künstler vorbereitet. Auf deutscher Seite gehören zu den Kooperationspartnern Kulturinstitutionen und einzelne -Akteure sowie das deutsche Außenministerium. Der dänische Kulturschwerpunkt ist verankert im „Internationalen Kulturpanel“, welches eine interministerielle Zusammenarbeitsplattform ist, die aus dem dänischen Kultur-, Außen- und Wirtschaftsministerium sowie zentralen Kulturtreibenden besteht.