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Politik und Gesellschaft

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In den Texten unten befinden sich Fakten zu Dänemark, Informationen zum politischen System sowie zum Wohlfahrtstaat als auch der sogenannten "Flexicurity".

Zudem verweisen wir mit verschiedenen Links unter den Texten auf weitere Quellen der Informationen zum Thema Politik und Gesellschaft Dänemarks.

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Fakten über Dänemark

Staatsform

 

Konstitutionelle Monarchie mit parlamentaischem Regierungsystem

 

Staatsoberhaupt

 

Königin Margrethe II

 

Regierungschef

 

Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen (Liberale)

 

Sprache

 

Dänisch

 

Fläche

 

43.098,29 km²

Dänemark umfasst die Halbinsel Jutland und insgesamt 406 Inseln, daruner die beiden größten Fünen und Seeland; die Gesamtküstlinie Dänemarks beträgt 8750 km

43.098,29 km². Dänemark umfasst die Halbinsel Jütland und 406 Inseln, darunter die beiden größten Fünen und Seeland. Die gesamte Küstenlinie beträgt 8.750 km.

 

Einwohnerzahl

 

5,6 Millionen Einwohner. 130,7 Einwohner pro km². 11,3% (635.000) Dänen haben einen Migrationshintergrund.           

 

Hauptstadt

 

Kopenhagen - ca. 1,265,000 Einwohner      

 

BNP

 

257,443.8 Mio € (aus dem Jahr 2014)           

 

BNP per Einwohner

 

BNP per Einwohner: 45,600 € (2014)

 

Währung

 

Die dänische Währung heißt "Krone" (DKK). 1 Euro ist umgerechnet ca. 7,46 DKK (Stand: 2015)

 

Arbeitslosenzahl          

 

6,2 % (Mai, 2015)

 

Quelle: Danmarks Statistik, 09.02.2015; Danmarks Nationalbank, 09.07.2015; Eurostat, 09.07.2015

 

Politisches System

  • Das politische System Dänemarks ist eine konstitutionelle, parlamentarische Demokratie mit einem Monarchen als Staatsoberhaupt. Informationen zum Königshaus können Sie auf der Website des Königshauses finden.
  • Das dänische Parlament (Folketing) ist der wichtigste Ort politischer Debatten zwischen den Regierungsparteien und der Opposition. Da Dänemark im Gegensatz zu Deutschland kein Föderalstaat sondern ein Zentralstaat ist, gibt es in Dänemark keine dem Bundesrat ähnliche zweite Kammer.

Politische Parteien

Momentan sind neun dänische Parteien im Folketing vertreten: die Sozialdemokraten , die Dänische Volkspartei, die Liberalen, die Einheitsliste – Rot-Grüne Allianz, die Liberale Allianz, die Alternative , die Sozialliberalen, die Sozialistische Volkspartei, die Konservative Volkspartei.

Die Regierung

Seit Ende November 2016 wird Dänemark von einer Minderheitsregierung einer Dreierkoalition bestehend aus der liberalen Partei "Venstre" sowie der "liberalen Allianz" und der "konservativen Volkspartei" regiert. Der Ministerpräsident Dänemarks heißt Lars Løkke Rasmussen. Der dänische Außenminister ist Anders Samuelsen. Die komplette Liste der amtierenden Ministerinnen und Minister können Sie auf der Homepage des Staatsministeriums einsehen.

Weitere Informationen über das politische System in Dänemark:

 

 

Wohlfahrtsstaat und Flexicurity

Der dänische Wohlfahrtsstaat ist durch ein universalistisches Wohlfahrtsstaatsmodel gekennzeichnet, das auf den Grundprinzipien der Solidarität und der gegenseitigen Verantwortung basiert. Das universalistische Prinzip bedeutet, dass die Leistungen des Wohlfahrtsstaates für alle gleich sind und der Staat für viele Wohlfahrtsaufgaben verantwortlich ist, die in anderen Ländern zum Beispiel von der Familie oder den Kirchen übernommen werden.

Die Beschäftigungs- und Bildungspolitik sowie auch die Sozialpolitik und darunter die staatliche Krankenversicherung sind Ecksteine des dänischen Sozialstaates. Um die vielfältigen staatlichen Leistungen zu finanzieren, ist die Besteuerung in Dänemark vergleichsweise hoch. Der Wohlfahrtsstaat basiert auf einer progressiven Besteuerung, die dazu beitragen soll, dass die Ungleichheit zwischen Reich und Arm gering ist. Die Idee ist, dass die „breitesten Schultern die schwerste Last tragen“.

Das dänische System zeichnet sich zudem durch die Idee von „Flexicurity“ aus – eine Verbindung von hoher Flexibilität und hoher Sicherheit. In Bezug auf den Arbeitsmarkt bedeutet dies, dass erstens die Unternehmen über Flexibilität bei der Produktionsplanung verfügen, unter anderem durch die Anstellung oder Entlassung von Mitarbeitern, sodass die Mitarbeiterstärke laufend dem aktuellen Bedarf entspricht. Zweitens verfügen die Arbeitnehmer über eine hohe Beschäftigungs- und/oder Einkommenssicherheit, die unter anderem einer hohen Arbeitslosenunterstützung entstammt. Die Flexibilität resultiert vor allem aus dem Kündigungsschutz, der in Dänemark von den Tarifparteien festgelegt wird.

Ein Grundzug des dänischen Arbeitsmarktmodells ist das Gleichgewicht zwischen gesetzlichen Regelungen und Absprachen zwischen den Tarifparteien. Das Modell basiert darauf, dass der Gesetzgeber es den Tarifparteien überlässt, eigene Lösungen zu finden. Dabei ist es besonders wichtig, dass in Dänemark ein hohes Vertrauen zwischen den besteht. Die Tarifparteien sind sich einig, so viele Entscheidungen wie möglich auf die einzelnen Betriebe zu verlagern. Hier herrscht ein enges Zusammenspiel zwischen den Unternehmensleitungen und den von den Mitarbeitern gewählten und von den Gewerkschaften angenommenen Vertrauensleuten. Im dänischen Modell herrscht ein hohes Maß an Freiheit, die Lösungen zu finden, die am besten für den jeweiligen Betrieb passen.

Weitere Informationen können Sie auch auf der offiziellen Homepage Dänemarks finden.

       

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Königlich Dänische Botschaft
Rauchstr. 1
10787 Berlin

Tel.: +49 30 5050 2000
Fax: +49 30 5050 2050

E-Mail: beramb@um.dk