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Musikfest Berlin

Carl Nielsen träumte davon, in Berlin gespielt zu warden und dort erfolgreich zu sein. Zu Lebzeiten gelang ihm dies einzelne Male, aber in seinem Jubiläumsjahr 2015 zu seinem 150. Geburtstag war er ein thematischer Schwerpunkt beim Musikfest Berlin.

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Das Musikfest ging hervor aus den traditionsreichen Berliner Festwochen und ist Berlins großes Festival für Orchestermusik. Unter dem organisatorischen Dach der Berliner Festspiele sind verschiedene eigenständige Festivals versammelt. Sie stehen in der Stadt Berlin für den internationalen Dialog in Musik, Theater, Performance, Tanz, Literatur und Bildender Kunst.

Die Veranstaltungen finden hauptsächlich im Haus der Berliner Festspiele statt, aber auch an vielen anderen Orten der Stadt. Das vielfältige Programmspektrum bietet in jedem Jahr unterschiedliche thematische Schwerpunkte. Im Jahr 2015 war einer dieser Schwerpunkte der dänische Nationalkomponist Carl Nielsen.

Carl Nielsen beim Musikfest Berlin 2015

Mit sechs Konzerten feierte das Musikfest Berlin im September 2015 den Dänen Carl Nielsen. Diese boten dem Berliner Publikum einige musikalische Leckerbissen: Den Auftakt bildete am 9. September die "Sinfonia Semplice" (1925) durch das Mahler Chamber Orchestra. Nielsen selbst sagte, er habe bei diesem Werk "vom Charakter der Instrumente her komponiert und versucht, die Instrumente als selbstständige Individualitäten zu schildern". Von Zeitgenossen wurde das als modernistisch empfundene Werk zunächst mit Skepsis aufgenommen, heute erfreut es sich jedoch immer größerer Popularität.

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Zu einem besonderen Highlight kam es am 14. September bei der Aufführung von Nielsens Symphonie Nr. 5, Op.50: Das Konzert stand unter der Schirmherrschaft I.K.H. Prinzessin Benedikte zu Dänemark und wurde vom berühmten Royal Danish Orchstra in der Berliner Philharmonie gegeben. Das Royal Danish Orchestra gilt heute als das älteste Orchester der Welt.  Die vorgetragene Symphonie Nr. 5 ist eines der klanglich avanciertesten Werke des dänischen Nationalkomponisten. Unter der Leitung von Michael Boder spielten das Royal Danish Orchestra zudem "Iris" des dänischen Komponisten Per Nørgaard sowie "Erwartung" von des österreichischen Komponisten Arnold Schönberg.

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I.K.H. Prinzessin Benedikte,  der dänische Kirchen- und Kulturminister Bertel Haarder und der dänische Botschafter Friis Arne Petersen saßen im Publikum in der Philharmonie und ließen sich von der Musik beeindrucken. Oben im Bild zu sehen (von links): Botschafter Friis Arne Petersen, I.K.H. Prinzessin Benedikte und Intendant Thomas Oberender (Berliner Festspiele).

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Nach dem Konzert wurde noch zu einer VIP-Veranstaltung in der Berliner Philharmonie geladen. Hier begrüßte u.a. der dänische Botschafter Friis Arne Pedersen mit einer Rede die anwesende I.K.H. Prinzessen Benedikte, den Minister Bertel Haarder und das Royal Danisch Orchester. Zudem nahm Bertel Haarder an diesem Tag in Berlin auch die Möglichkeit wahr, sich mit seiner deutschen Amtskollegin Monika Grütters auszutauschen.

Das nächste Konzert von Nielsen wurde am 16. September wieder in der Philharmonie gegeben: Die Symphonie Nr. 3, Op.27 "Sinfonia Espansiva" (1910/11). Die Geschichte hinter diesem Werk soll sich wie folgt begeben haben: In einer Kopenhagener Straßenbahn krizelt ein Mann mittleren Alters mit Bürstenhaarschnitt das Hauptthema zu einer neuen Symphonie auf seine Manschette. Mit ihrer "überschwänglichen" Energie und Lebensbejahung beschert Nielsen diese "Sinfonia Espansiva" bald den Durchbruch als einer von Europas bedeutendsten Sinfonikern.

Den Abschluss der Nielsen-Wochen beim Musikfest Berlin bildete dann die Musik aus seiner Oper "Pan und Syrinx" (1918) sowie die Symphonie Nr. 4, Op.29 "Das Unauslöschliche" (1915/16). Die symphonische Dichtung "Pan und Syrinx" enstand im Anschluss an Nielsens Vierte Symphonie: Ein Werk, in dem sich der Komponist kompromisslos vom spätromantischen Symphonientypus verabschiedet. Dabei ging es ihm nicht um das musikalische Abbild eines Programms, sondern um den Ausdruck dessen, was Musik und Leben im Innersten verbindet und ausmacht.

Kontakt

Königlich Dänische Botschaft
Rauchstr. 1
10787 Berlin

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Tel: 030-5050 2201/02/03